Mentales Voraus-Erleben

Du stehst vor einer Prüfung, sollst eine Rede halten, hast Flugangst, einen Arzttermin, eine Operation oder noch schlimmer: eine Steuerprüfung? Irgendetwas, vor dem Du Dich fürchtest?
Dann wird Dir das Folgende weiterhelfen:

Du gehst „in die Zukunft“ und erlebst die Situation jetzt schon im Voraus.
Gehst alles bis ins kleinste Detail durch.
Erlebst alles schon mal durch - jetzt.
Wichtig: es kommt zu dem von Dir gewünschten Ergebnis.

Also Du siehst Dich am Ende mit Erfolg:
Du bekommst standing ovations. 
Eine sichere, entspannte Landung nach einem angenehmen, ruhigen Flug.
Der Arzt sagt: “Wunderbar! Alles ok! Sie sind vollkommen gesund!
Und die Steuerprüfung geht überraschend gut für Dich aus, Du musst viel, viel weniger Nachzahlen als Du befürchtet hast und kannst mit der Ersparnis sogar auf Urlaub fahren.
Geil, oder?
Du sollst ein echt tolles Ergebnis finden, es soll Dich begeistern.
Egal, ob Du es jetzt schon 100%ig glauben kannst, es reicht, wenn Du es für möglich hältst.
(Stehe also der Schöpfung nicht im Weg mit zuviel Zweifel, Du weißt, Zweifel ist Glaube, der gegen uns arbeitet)

So gehst Du vor:

Beispiel: Angst vor einer öffentlichen Rede (egal, was, geht mit allen Ängsten)
Aber diese Angst vor einer Rede hatte ich vorgestern gerade selbst und es hat wunderbar funktioniert!

Du siehst Dir selbst gedanklich beim Tagesablauf zu:

Ich liege am Morgen im Bett und bin leicht aufgeregt, fühle mich aber sonst gut.
Ich stehe auf und gehe auf die Toilette.
Dann mache ich meine üblichen Morgenrituale (egal, was Du immer am Morgen tust, mache es auch jetzt in Deinem Voraus-Erleben, überspringe nichts, sei gründlich)

Dann gehe ich meine Aufzeichnungen für die Rede nochmal kurz durch.
Ich bin immer noch leicht aufgeregt, fühle mich aber soweit gut.
Ich ziehe mich an und mache mich auf den Weg zu dem Ort meiner Rede.

Ich komme an, sehe die Leute und begrüße sie.
Einige kommen auf mich zu und klopfen mir auf die Schulter, wünschen mir viel Glück.
Dann die Begrüßung durch den Veranstalter, mein Name als Vortragender wird genannt.
Ich bin immer noch leicht aufgeregt, aber weniger, als gedacht.
Ich prüfe, ob meine Unterlagen alle da sind und passen.
Ich checke mein Aufnahmegerät.
Alles passt.

Dann kommt eine kurze Pause mit anderen Rednern und ich nutze das, um mich weiter zu entspannen.
Dann komme ich dran.
Der Veranstalter nennt meinen Namen und ruft mich auf die Bühne.

Ich stehe auf und gehe festen Schrittes, mit einem Lächeln auf den Lippen ruhig auf die Bühne.
Ich stehe jetzt auf der Bühne.
Ich schaue in den Saal und auf die Zuschauer.
Ich nehme mir eine lange Sekunde Zeit und atme einmal tief durch.
Ich lächle.

Die Spannung steigt und das Publikum blickt erwartungsvoll zu mir.
Ok.
Ich beginne meine Rede mit meinem vorbereiteten, ersten Satz.
Ich spreche langsam.
Langsamer, als normal und sehr eindringlich.
Nur der erste Satz.
Ein "Pattern interrupt“.
Etwas, womit die Leute nicht rechnen.

Ich mache eine doppelt so lange Pause, wie geplant und lasse die Wirkung meiner Worte im Raum.
Ich nehme einen weiteren Atemzug und halte meine Rede.
Voller Freude.
Voller Sicherheit.
Ich bin absolut sicher mit meinem Skript und es gelingt mir sogar, die Rede echt zu genießen.

Die Zuseher sind gepackt und interessiert.
Ich halte meine Rede voller Stärke und Sicherheit.
Komme zum Ende.
Genieße den Schlussgag.
Bin jetzt völlig entspannt.
Bedanke mich.

Die Leute klatschen begeistert, einige stehen sogar auf.
Wow!
Standing Ovations!
Toll.
Ich schwebe auf Wolke 7 und verlasse mit einem breiten Lächeln die Bühne.
Unten klopfen mir meine Freude auf die Schulter und sagen:
“Tolle Rede! Gratuliere! Super!“
Ich fühle mich großartig!
Bin jetzt vollkommen frei und entspannt, fühle mich großartig.
Alle Last fällt von mir ab, es ist herrlich!

SO.
JETZT BIST DU DRAN:

Mache das jetzt genauso mit Deiner Herausforderung.
Gehe den Tag in allen Details durch.
Sei gründlich.
Nimm Dir die Zeit.
Es lohnt sich.
Du wirst den Tag dann, wenn er da ist, genauso oder sehr ähnlich erleben
und praktisch keine Angst mehr haben.

WICHTIG:
Führe diese Übung des mentalen Voraus-Erlebens mindestens an 3 Tagen vor Deiner „Prüfung“ durch, jeweils am Morgen und am Abend vor dem Einschlafen.
Du kannst es ab sofort machen, bis zu dem Tag des Ereignisses.

Und an DEM Tag, wenn es soweit ist:
Mache es genauso, wie Du es voraus erlebt hast:
Beobachte Dich dabei, wie Du es jetzt real, in echt machst.
Du wirst sehen, es ist echt interessant:
Dein Unterbewusstsein hilft Dir jetzt dabei, ruhig zu bleiben.
Weil es ja jetzt schon "weiß", was passiert.

Heute ist Dein Tag!
Halte Dich so gut wie möglich an Deinen Plan.

Es wird Dir weiterhelfen.
Ich mache das seit 20 Jahren so und es hilft.
Versprochen!
Und denke immer dran: egal, was Du vor Dir hast:
Du fällst nie tiefer als in Gottes Arme.
Und ein bisschen Humor zum Schluss:
Mache Dir keine Sorgen, es gibt sowieso keine Überlebenschance 😉
Wenn Du es geschafft hast, freue ich mich auf Dein Feedback.

ToiToiToi und Gottes Segen auf allen Deinen Wegen!
Dein Andreas Mittlböck

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